Zum Nachlesen

Titelbild von Jeswin Thomas auf Unsplash   Triggerwarnung: Im folgenden Beitrag geht es um problematisches Essverhalten. Wenn du selbst darunter leidest, gibt es u.a. folgende Hilfsangebote: Das BZgA - Infotelefon zu Essstörungen: (0221) 89 20 31 Essstörungen - SuchtHotline München: 089 / 28 28 22 Telefonseelsorge: 0800 / 1110111 oder 0800 / 1110222 Wer kennt es nicht: Es ist kurz vor Weihnachten und am liebsten würde man sich ohne schlechtes Gewissen seiner Weihnachtsplaylist, dem Verpacken der letzten Geschenke und dem Genießen der selbstgebackenen Vanillekipferl zuwenden – wären da nicht die restlichen Hausarbeiten und Präsentationen, die man am besten schon letzte Woche fertiggestellt haben sollte.  Zur besinnlichen Weihnachtsvorfreude gesellt sich ein weiterer Faktor, mit dem wir alle mehr oder weniger immer wieder konfrontiert werden: Stress.  Denken wir nun einmal an unser Essverhalten in dieser Zeit – wozu greifen wir eher? Zu den verlockenden Weihnachtsplätzchen, die so schön verziert bereitstehen, oder zu den Gemüsesticks (die eventuell auch schon ein paar Tage ...

Was kann das "Rotwein-Molekül" Resveratrol wirklich? RUBRIK: NAHRUNG FÜR'S GEHIRN - WAS IST DRAN AN GÄNGIGEN ERNÄHRUNGSMYTHEN? Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Japaner so alt werden und Franzosen trotz üppigen Nachtmahls und ihrer Liebe zum Rotwein so schlank bleiben? Bist Du schon einmal auf die Idee gekommen, dass Nahrungsrestriktion Dein Gedächtnis verbessert? Und warum Du für die nächste Klausurvorbereitung besser Erdnüsse statt Walnüsse essen solltest. Theorien über gesunde Ernährung gibt es wie Zellen im Gehirn... „Rotes Obst ist gut für’s Blut.“ „Fasten fördert Körper und Geist.“ „Jeden Abend ein bis zwei Gläschen Rotwein halten gesund und sorgen für langes Leben.“ ... sind allseits bekannte und gerne gehörte Ernährungsmythen. Aber was steckt eigentlich dahinter?   Die Zauberformel lautet C14H12O3, die chemische Verbindung der magischen Zutat Resveratrol (3,5,4‘-Trihydroxystilbene). Dabei handelt es sich um ein anti-antioxidativ wirkendes pflanzliches Polyphenol1. Und jetzt mal für Nicht-Biolog:innen? Resveratrol ist ein Nahrungsergänzungsmittel auf Naturbasis. Gewonnen ...

Seepferdchen vor verästeltem Hintergrund

  Ein neuer Morgen bricht an und mit dem Blick in den Spiegel nimmt man sich mal wieder vor mehr Sport zu treiben. Doch dann ist der Tag wie so oft wieder viel zu stressig und man denkt sich „Ohje wieder nicht geschafft, aber morgen packe ich es wirklich an!“ So geht es Tag für Tag weiter…Wer kennt es nicht? In der heutigen Zeit, in der Unmengen an Artikeln über körperliche Fitness und gesunde Ernährung allgegenwärtig sind, kann man sich diesem Thema kaum noch entziehen. Während es dabei allerdings hauptsächlich um das äußere Erscheinungsbild geht, gibt es noch einen weiteren Grund körperlich aktiv zu werden. Wart ihr auch schonmal so gestresst und geistig erschöpft, dass ihr euch einfach nur auspowern wolltet? Wenn ja: Wie ging es euch danach? Lief das Lernen nicht viel besser, weil ihr euch besser konzentrieren konntet? Um diesen Effekt zu erklären, ist die Neurowissenschaft genau der ...

Diesen Post stellen wir euch ausnahmsweise als PDF zur Verfügung, da das ursprüngliche Layout darin besser sichtbar ist. Zum Öffnen einfach auf das Bild klicken! Darunter findet ihr den Post nochmal im gewohnten Format. Viel Spaß! FORSCHUNGSVORHABEN KOMPAKT Das Störungsbild der Bulimia Nervosa ist gekennzeichnet durch wiederholte Essanfälle mit anschließenden kompensatorischen Verhaltensweisen wie selbstinduziertes Erbrechen, übermäßige Bewegung, Fastenkuren und Missbrauch von Laxanzien, Diuretika oder anderen Substanzen. Daneben beschäftigen sich Betroffene auch übermäßig mit ihrer Figur und ihrem Gewicht. Ihr Selbstwertgefühl hängt maßgeblich von körperlichen Merkmalen ab. Nicht selten weisen sie Störungen des Körperbildes auf. Die Normalisierung des gestörten Essverhaltens ist der erste Baustein, der im Rahmen einer Psychotherapie erarbeitet wird. Darauf aufbauend folgen kognitive Komponenten, unter anderem die Modifikation der oben genannten dysfunktionalen Grundannahmen und die Erhöhung des eigenen Selbstwerts als stärkende Ressource. Die Forschung zeigt, dass sich diese kognitiven Komponenten im Verlauf einer Therapie nicht so sehr verbessern lassen ...

  Acht Stunden schlafen wir Menschen durchschnittlich pro Nacht. Das summiert sich zu weit mehr als 175.000 Stunden auf.[5] Aufgerechnet auf ein ganzes Leben ergeben das 24 Jahre und 4 Monate. Mit unseren Kindern spielen wir durchschnittlich gerade einmal 9 Monate in unserer gesamten Lebenspanne.[7] Doch warum verbringen wir Menschen so viel Zeit damit zu schlafen? Und warum schlafen wir überhaupt? Im Vergleich: Elefanten schlafen gerade mal drei Stunden pro Tag, Pferde sind wahre Kurzschlafmeister mit circa 2 Stunden pro Tag[5] und Delfine schalten abwechselnd eine Gehirnhälfte ab, da sie sonst ertrinken würden.[1] Katzen und Goldhamster verbringen mit 14 Stunden sogar noch mehr Zeit als wir damit zu schlafen.[5] Schlafen ist im Tierreich also ebenso universell wie bei uns Menschen. Und genauso wie wir träumen Tiere auch. Gerade vor Prüfungen stehen Prüflinge regelmäßig vor der Qual der Wahl: Durchlernen oder gut schlafen? Nicht Schlafen ist – wie die meisten von ...

21.05.2021: LSD auf Rezept?

    LSD – diese Abkürzung ist weltweit bekannt. Einige denken hier vielleicht an psychedelische Musik, Woodstock und bewusstseinserweiternde Trips hinein in Alice’s Rabbit Hole. Anderen kommt der Gedanke an zwielichtigen Drogenkonsum und halluzinogene Horrortrips. Seltener denkt man dabei vermutlich an brandaktuelle Studien aus der neuropsycho-pharmakologischen Forschung, die Versuchsteilnehmer:innen LSD verabreichen, um dessen Effekte zu erforschen. Oder gar an ärztliche Psychotherapeut:innen, die ihren Patient:innen LSD verschreiben mit der Hoffnung auf eine unterstützende Wirkung im Rahmen der Behandlung.   ...

Wer kennt es nicht? Man hat schlecht und viel zu kurz geschlafen und das Aufstehen fällt dementsprechend schwer. Die Stimmung ist im Keller und nur ein Kaffee kann den Morgen einigermaßen erträglich machen. Das passiert vielen Menschen täglich. So schläft mit sechs Stunden circa ein Viertel der Deutschen an der unteren Grenze des empfohlenen Schlafwertes.  Ein weiteres Viertel sogar noch weniger (Techniker Krankenkasse, 2017). Die Gründe hierfür sind vielzählig. Solltest du dich von diesen Worten angesprochen fühlen, könntest du entweder zu dem Drittel der Deutschen gehören, die unter Schlafstörungen leiden oder du könntest eventuell einen unpassenden Tag – Nacht – Rhythmus haben (Techniker Krankenkasse, 2017). Bei letzterem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du zu den Nachteulen gehörst, die erst abends aktiv werden und gerne lange ausschlafen. In der Fachsprache spricht man dabei von “Chronotypen”, mit denen Menschen verschiedenen biologischen Tagesrhythmen zugeordnet werden (Wittmann, Dinich, Merrow & Roenneberg, 2006). Eine kleine Einführung zum Tag – Nacht – Rhythmus: Menschen besitzen, wie die ...

“You know, covergirls eat nothing She says, beauty is pain and there's beauty in everything What's a little bit of hunger? I could go a little while longer, she fades away She don't see her perfect She don't understand she's worth it Or that beauty goes deeper than the surface So to all the girls that's hurting Let me be your mirror Help you see a little bit clearer The light that shines within There's a hope that's waiting for you in the dark” Alessia Cara In ihrem Lied “Scars to your beautiful” thematisiert Grammy-Preisträgerin Alessia Cara (24) Selbstzweifel und den krankhaften Wunsch nach dem perfekten Körper, der scheinbar zum Glücklichsein notwendig ist. ...

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Phänomen, von dem die meisten von uns vermutlich noch nie etwas gehört haben. Es sei denn, du warst schon einmal schwanger. Dann sagt dir der Begriff Toxoplasmose wahrscheinlich bereits etwas. Bestimmt kannst du dich noch an die besorgte Frage deines Frauenarztes / deiner Frauenärztin erinnern: „Haben Sie Katzen? Wenn ja, sollten wir unbedingt einen Antikörper-Test auf Toxoplasmose machen!“. Aber was ist das eigentlich genau, diese Toxoplasmose? Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die über den Erreger Toxoplasma gondii (kurz T.gondii) übertragen wird. Bei diesem Erreger handelt es sich um einen parasitären Einzeller, der bevorzugt Nervenzellen befällt. T.gondii kann sich ausschließlich im Darm seines Endwirtes, der Katze, sexuell fortpflanzen. Eine infizierte Katze scheidet dann mit ihrem Kot eine große Menge Oozysten (ein frühes Entwicklungsstadium des Einzellers) aus. Die Erde, in der Katzen ihren Kot bekanntermaßen verscharren, wird so mit T.gondii kontaminiert. Dies stellt insofern ein Problem dar, ...

Emotionen gehören zu unserem täglichen Leben dazu – die Positiven (z.B. Freude oder Stolz) wie auch die Negativen (z.B. Angst oder Wut). Patient:innen, die an psychischen Erkrankungen leiden erleben häufig vermehrt negative Emotionen, in starker Intensität und über einen langen Zeitraum. Im Rahmen des Seminars "Ausgewählte Störungsbilder und Interventionen" im Wintersemester 2020/21 haben wir eine Informationsbroschüre zu "Störungen der Emotionsregulation" erstellt. In dieser Broschüre fassen wir die zentralen Problembereiche der Emotionsregulation bei verschiedenen Störungsbildern zusammen und geben ein Ausblick auf die Behandlungsmöglichkeiten. Sie dient in erster Linie der Information für Patient:innen, oder interessierte Angehörige.     ...